Bocholter Lernwerkstatt Sek. 1  
     
 

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Lernen an Stationen

Fächerübergreifend (Erdkunde, Geschichte, Wirtrschaftslehre)

Kaffeeparcours

Eine Mitmachaktion zur entwicklungspolitischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit in neun Stationen

Kaffee ist bei uns in Europa ein für jeden erschwingliches Genussmittel. Doch wo er herkommt und wie er produziert wird darüber wissen wir nicht viel. Den Menschen am Anfang des Handelsweges kennen wir nicht.

Seit einem Jahr besitzt die Bocholter Lernwerkstatt Sek. I einen Kaffeeparcours

In 9 Stationen durchlaufen die Teilnehmer/innen den Weg des Kaffees von der Pflanze bis zur Tasse. Sie riechen den Duft des frisch gerösteten Kaffees, schmecken ihn, spüren aber auch, wie schwer der Kaffeesack ist. Sie erfahren  etwas über die Anbauländer, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Kaffeebauern sowie über die Strukturen des Welthandels.

 

Station 1 "anfangen"

Hier lernen die Teilnehmer/innen Pedro und Juanita (Vater und Tochter einer Kaffeebauerfamilie) kennen und schon sind sie mitten drin in der tropischen Welt eines kleinbäuerlichen Kaffeegartens in Guatemala.

Station 2 "sortieren"

Juanita und Pedro nehmen uns mit in eine kleine Kaffeefabrik, die ihrer Kooperative gehört und die auch ihren Kaffee weiterverarbeiten.

Wir lernen Maria, Antonia, Martinez, Alexandro und Julio kennen und auch, wie viel Arbeit die Herstellung von Rohkaffee bedeutet. 

Mindestens 2 Stunden körperliche Arbeit stecken in einem Pfund Rohkaffee. 

Station 3 "schleppen"

Pedro und Juanita berichten von der Schwierigkeit ihren Kaffee zu vermarkten. Wenn man nicht in einer "cooperativa" organisiert ist, bekommt man einen schlechten Preis.

An dieser Station verabschieden sich Pedro und Juanita, denn der Kaffee geht nun auf die Weltreise. 

Station 4 "handeln"

Wir werden von Herrn Bean und Frau Bohne begrüßt, Mitarbeiter/innen des transnationalen Kaffeekonzerns "JABO".

Kaffee taucht jetzt nur noch als Weltmarkprodukt auf dessen Preis nach Angebot und nachfrage bestimmt wird.

Station 5 "zahlen"

Kaffee kostet Geld, auch wenn er gemessen an der Arbeit, die in ihm steckt, geradezu verschleudert wird. Welche Ereignisse auf den Preis Einfluss nehmen, sollen hier in einem Börsenspiel mitvollzogen werden.

Station 6 "rösten"

Herr Bean und Frau Bohne begleiten die Teilnehmer/innen nach Deutschland zu den Großröstereien. Denn der Röstvorgang wird in der Regel für den deutschen Markt  in Deutschland durchgeführt.

Die deutschen Kaffeekonzerne haben den deutschen Kaffeemarkt unter sich ausgemacht. Kleine Anbieter haben keine Chance.

Station 7 "mahlen"

Der meiste Kaffee, der in Deutschland getrunken wird, kommt filterfein gemahlen und Vakuumverpackt zu uns ins Haus.

An dieser Station dürfen die Besucher/innen   sich nostalgisch in Großmutters Zeit hinein zurück versetzen. Hier wird der Kaffee gemahlen- und zwar von Hand.

Station 8 "genießen"

Das schönste am Kaffee ist, dass man ihn genießen kann. 

Die Spannung ist groß - wie wird der selbstgeröstete Kaffee , den wir uns mühsam erarbeitet und selbst bezahlt habe, schmecken?. 

Station 9 "fairkaufen"

Zum Schluss laden und Faironika und Fairdinant ein, einen fair gehandelten Kaffee zu begutachten.

Der Wort "fair" wird hier mit Leben, sprich mit Wissen gefüllt.

Der Kaffeeparcours ist für Schüler und Schülerinnen ab der 8. Klasse, für außerschulische Jugend- und Erwachsenenbildung, sowie für Aktionsgruppen (z.B. in den Kirchengemeinden) geeignet.

Hier der 1. Besuch unseres Kaffeeparcours: Die FOS 12 des August-Vetter-Kollegs mit ihren Lehrer S. Löckener.

Die können den Kaffeeparcours bei uns ausleihen, Sie können ihn aber auch gerne in unseren Räumlichkeiten durchführen. 

Rufen Sie uns an (02871/2393647) oder schreiben sie uns!   

 
         
 

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