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Werkstatt Judentum Sek. II (
Klassen 9-12 )

Mit
großer Freude können wir Ihnen auf dieser Seite die
"Werkstatt Judentum"
vorstellen.

Pfarrer
Hansruedi Helbling aus Bern (Schweiz) hat
sie konzipiert und der Bocholter Lernwerkstatt Sek.
I
geschenkt, in der festen Überzeugung, dass diese
bei uns in guten Händen ist und weiterentwickelt
wird.
Inhaltlich
umfasst die Werkstatt folgende Themenbereichen:
- Geschichte
des Judentums
- Glaube
und Leben im Judentum
-
Gegenwart des Judentums
- Staat
Israel
- Judentum
und Christentum
In 6
Materialkoffern befinden sich
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die
Ausstellung
mit
vielen wertvollen Gegenständen, die zur jüdischen
Religion gehören,
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die
Infothek,
die
diverse Video-Kassetten, Musik-CDs, Spiele, Hörkassetten
und andere Materialien für die Arbeit der Schüler/innen
bereitstellt,
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die
Basisbibliothek
mit
Büchern, Bildbänden und Lexikas zur
Bearbeitung der Arbeitsaufträge ebenfalls für
Schüler/innen,
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das
Schubladensystem
mit
40 Arbeitsaufträgen zu allen Themenbereichen
der Werkstatt und
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die
Materialecke
für Lehrende
als
weitere Möglichkeit, sich mit Hilfe von
Unterrichtsmappen, Diareihen, Fachbüchern
noch intensiver mit dem Judentum auseinander
zu setzen.
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Die
vielen unterschiedlichen Materialien
ermöglichen den Schülern/innen vielfältige
Zugänge
zu den Themen der Werkstatt:
Im
Spiel machen Schüler/innen eine
Besichtigungstour durch Jerusalem. Wer alle seine
Sehenswürdigkeiten fotografiert, die gewünschten
Souvenirs "erfeilscht" und zuerst das
Hotel erreicht, der hat gewonnen.
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Um
die aktuelle Situation in Israel/Palästina zu
verstehen, muss man die Geschichte des Staates
Israel studieren. Hierzu hält die Werkstatt
viele Bücher verschiedener
Autoren, bzw. Sichtweisen bereit.
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Bildbände
über Synagogen, jüdische Gemeinden und deren
Leben, prachtvolle Kalenderblätter an
den Wänden und jüdische Musik auf CDs
erleichtern das "Eintauchen" ins
Judentum. |
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Auf
der Reise nach Jerusalem müssen
Spieler/innen viele Fragen beantworten, ehe
sie ihr Ziel erreichen. Gelangen sie auf ein
Ereignisfeld, erfahren sie wichtige Daten zur
Geschichte der Juden und des Staates Israel. |
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Natürlich
darf ein Memory-Spiel in einer
Werkstatt nicht fehlen. Im Spiel merkt man
sich die jüdischen Symbole und ihre Bedeutung
viel schneller. So macht Lernen Spaß! |
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Das
große Domino-Spiel ist nicht
ganz einfach und hat schon so manche Gruppe
zur Verzweiflung gebracht.
Da greift man vielleicht lieber zu Kassetten
und hört sich ganz in Ruhe etwas an, um
danach die Aufgabe zu lösen.
So manch eine/r lässt sich noch lieber durch Bilder
des jüdischen Malers Chagall
inspirieren. |
Die Judaika
als Mittelpunkt der
Werkstatt macht das Judentum greifbar, damit begreifbar.
Immer wieder werden Schüler/innen in den
Arbeitsaufträgen aufgefordert, die Gegenstände
genau anzuschauen, ihre Bedeutung und Aufgabe
am Schabbat, an jüdischen Festen und im alltäglichen
Leben zu verstehen.
Theologische Positionierung
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Die
"Werkstatt Judentum" steht
entschieden und deutlich in der Tradition des
"jüdisch-christlichen Dialogs".
Dies ist u.a. biographisch begründet: Ich
habe ein Studienjahr in Israel absolviert und
dort jüdische Tradition (Talmud und Midrasch)
studiert. Hinzu kamen vertiefte Studien zur
Geschichte des Beziehungen zwischen Judentum
und Christentum.
Die meisten Unterrichtsmaterialien nähern
sich dem Judentum vom theologischen, religiösen
Standpunkt aus: Das Judentum als Wurzel des
Christentums. Ich halte diesen Ansatz für
sehr wichtig, gleichzeitig aber auch für
einseitig. Das Judentum kann m.E. nicht nur
als Religion begriffen werden – es ist mehr:
Kultur, Volkszugehörigkeit und anderes.
Ich versuche in der "Werkstatt
Judentum" der Festschreibung des
Judentums aufs Religiöse dadurch zu entgehen,
dass ich verschiedene Bereiche definiere und
Arbeitsaufträge erarbeitet habe, die deutlich
machen, dass "Jüdischkeit" auch
Kultur, sogar modern-areligiös usw. sein
kann. |
Die
Behandlung des Staates Israel (Bereich 4) erfolgt
nicht unter theologischem Standpunkt. Bewusst wird
er als letztlich säkularer Staat (neben anderen
Staaten) mit Bürgerinnen und Bürgern begriffen und
vermittelt. Die theologische Komponente kommt
lediglich implizit zum Tragen.
Der Konflikt mit den palästinensischen Menschen im
Nahen Osten wird bewusst thematisiert. Ich halte
dies für sehr wichtig – fast täglich hören Schülerinnen
und Schüler von diesem Konflikt. Ein Ignorieren
oder Bagatellisieren (oder gar ein theologisches
Wegdiskutieren) dieses Problems ist kontraproduktiv.
(H.R. Helbling, Werkstatt Judentum (Ziele – Konzept
– Inhalt),0.3.2.,S.2ff)
Das
Pädagogische Konzept
Die
"Werkstatt Judentum" als Lernlandschaft

Mit
dem Inhalt aus 6 Materialkoffern baut der/die
Lehrende das Unterrichtszimmer in eine
Lernlandschaft zum Judentum um.
Es ist eine Lernlandschaft nicht nur für die
Schülerinnen und Schüler, sondern – und
das ist das besondere – auch für die
Lehrperson. Nicht nur die Kinder und
Jugendlichen arbeiten an den Arbeitsaufträgen,
sondern auch die Lehrkraft.
Für Lehrerinnen und Lehrer besteht ferner bei
jedem Arbeitsauftrag die Möglichkeit, sich
weiterzubilden. Dazu dient der
"Kommentar", der zu jedem
Arbeitsauftrag besteht, und den dort
vermerkten weiterführenden
Literaturhinweisen. Dabei ist immer angegeben,
welche Literatur in der Basisbibliothek
vorhanden ist. Für ganz Interessierte ist
meistens noch weitere Literatur angegeben, die
in Bibliotheken beschafft werden kann.
Schließlich ist die Lehrperson verantwortlich
für eine ansprechende, sinnvolle Gestaltung
des Unterrichtsraumes: Arbeitstische,
Sitzecken usw. können dazugehören.
Praktische Arbeit
mit der "Werkstatt Judentum"
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Zu
Beginn der Arbeit erhält jede/er Schüler/in
den Arbeitspass. In ihm sind
alle Arbeitsaufträge verzeichnet. Hat der/die
Schüler/in die Aufgabe gelöst und
kontrolliert, wird diese im Arbeitspass
vermerkst. |
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Die
"Qual der Wahl" ist nicht immer ganz
einfach. Da muss eine Lehrerin schon mal
beratend tätig werden. |
Auf
jedem Arbeitsauftrag ist der Zeitaufwand,
die Sozialform, das Ziel, die
Methode und das Material
genau angegeben.
"Die Schülerinnen und Schüler sollen
bei den Aufträgen nicht die Katze im Sack
kaufen, sondern genau wissen, was sie
erwartet. Das ist ein Leitsatz aus dem Buch
" Unterrichten mit offenen Karten"
von Peter Moll (Schweizer Pädagoge), das mich
sehr beeindruckt hat." (H. R. Helbling)
Hat man
sich dann entschieden, geht es an die Arbeit:

Die
Materialien dieser Werkstatt können Sie jederzeit
bei uns ausleihen!
Die Judaika
alleine entleihen wir nicht!
Die Werkstatt ist auch für die
Erwachsenenbildung, z.B. in Gemeinden geeignet. Gerne kommen wir auch mit
der Werkstatt zu Ihnen!
Ausleihgebühr: 20 €
Rufen Sie uns an 02871/2393647 oder
schreiben
Sie uns!
Interessante Links:
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