Bocholter Lernwerkstatt Sek. 1  
     
 

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Veranstaltungen

Ausstellung "Zeichne, was du siehst"

Eröffnungsveranstaltung am 19. Januar 2010

Zur Eröffnungsveranstaltung am 19.2. 2010 im Stadtmuseum reiste die Künstlerin Helga Weissová-Hošková (Bildmitte) aus Prag bereits am Montag an. Vor 180 Besuchern berichtete sie von ihrer Zeit als 12-Jährige in Theresienstadt. Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von einem Cello-Quartett der Musikschule der Städte Bocholt - Isselburg - Rhede.   

Zunächst begrüßte Herr Georg Ketteler, Leiter des Stadtmuseums, die zahlreichen Besucher und verwies auf die Wichtigkeit dieser Ausstellung im Hinblick auf die immer wiederkehrenden rechtsextremistischen Strömungen in unserem Land. 
Bürgermeister Peter Nebelo betonte die außergewöhnliche Persönlichkeit von Helga Weissová- Hošková, die den Weg von Prag nach Bocholt trotz ihres Alters von 80 Jahren auf sich genommen hat, um "uns und den jungen Menschen in unserer Stadt von dieser  Zeit zu berichten." Der Vortrag von Helga Weissová mit ihren Schilderungen der menschen- verachtenden Zustände in Theresienstadt und den Diskriminierungen  und Misshandlungen durch die Nazis berührte die über 180 Zuhörer sehr. "Wir sind sehr wenige geworden", so Frau Hosková, und hob hervor, dass sie es als ihre Pflicht empfindet, als Zeitzeugin den nachfolgenden Generationen von ihren Erinnerungen aus Theresienstadt zu berichten. Ihre Zeichnungen und die anderer Kinder in Theresienstadt sind das einzige Bildmaterial, das zeigt, wie ein Kind die schrecklichen Ereignisse in den Konzentrationslagern sah. "Deshalb sind sie so wichtig", so Frau Hosková.
Im Anschluss daran stellten Schülerinnen und Schüler der Albert-Schweitzer-Realschule und der Hohe-Giethorst-Hauptschule die Arbeiten ihrer Projekte zur Ausstellung vor. "Wir können diese Zeit nicht rückgängig machen, wir können das unermessliche Leid der Juden auch nicht wieder gut machen, aber eines können wir tun: Wir können uns an die vielen ermordeten jüdischen Bürger, besonders an die vielen Kinder erinnern und diese Erinnerung wach halten, damit so etwas nie wieder passiert", hieß es in dem Text, den die Schüler/innen selbst geschrieben hatten und an dieser Stelle vorlasen.
Zu der würdigen und überaus feierlichen Atmosphäre trug insbesondere das Cello-Quartett der Musikschule Bocholt-Isselburg-Rhede mit drei Musikbeiträgen bei. 

An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank!. 

Am Rande der Veranstaltung kam es natürlich zu vielen interessanten Gesprächen und neuen Bekanntschaften, die den Abend noch zusätzlich bereicherten.

Herzlichen Dank allen Beteiligten, insbesondere danken wir Frau                            Helga Weissová-Hošková! 

 
         
 

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