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      Projekte: Anne Frank

 

Synagoge in Aalten

Die Stiftung "Vrienden van de Aaltense Synagoge" zeigte in der Synagoge in Aalten vom 3.-28. November 2003 die internationale Wanderausstellung "Anne-Frank- eine Geschichte für heute".

Die grenznah zu Bocholt gelegene Synagoge war die dritte Station für die neue zweisprachige niederländisch-deutsche Fassung der Ausstellung, in der 54 Tafeln die Lebensgeschichte von Anne Frank und ihrer Familie sowie der historische Hintergrund von Nationalsozialismus und Holocaust präsentiert wurden.

Die Ausstellung wandte sich an ein interessiertes Publikum aller Altersgruppen, in besonderem Maße aber an Jugendliche zwischen 12 und 20 Jahren, d.h. an Schülerinnen und Schüler ab Jahrgangsstufe 6/7 von Haupt-, Real-, Sonderschulen und Gymnasien und Berufskollegs. Für diese Gruppen wurden begleitete Ausstellungsbesuche angeboten.

Eine Besonderheit der Anne Frank Ausstellung bestand in dem Prinzip "Jugendliche begleiten Jugendliche". Jeweils eine niederländische und eine deutsche Schulklasse besuchten gemeinsam die Ausstellung und wurden dabei durch ein niederländisch-deutsches Zweierteam begleitet. Die jugendlichen Ausstellungsbegleiter/innen wurden zuvor von der Anne Frank Stiftung in einem Trainingsseminar vom 8.10. - 12.10.03 in Amsterdam für diese Aufgabe ausgebildet.

Partnerschule in den Niederlanden Christelijk College Schaersvoorde in Aalten.

Arbeit in der Ausstellung

19 Klassen ( Jahrgang 7-10) trafen sich mit Klassen des Schulzentrum Chr. College Schaervoorde in Aalten. Der gemeinsame Vormittag setze sich aus dem Besuch der Ausstellung, einer Filmvorführung zum Thema und einer Begegnungsrunde zusammen.
913 deutsche und niederländische Schülerinnen und Schüler besuchten gemeinsam die Anne Frank Ausstellung am Vormittag, weitere 979 Schülerinnen und Schüler nutzten den Besuch am frühen Nachmittag, sonstige Gruppen usw. kamen in den angegebenen Zeiten und besonders am Wochenende. Insgesamt verzeichneten wir 2573 Besucher.

 

Hier einige Fotos zu den deutsch-niederländischen Schülerbegegnungen:

Es trafen sich immer eine niederländische und eine deutsche Klasse. Nach der Begrüßung durch die Guides ging die erste Gruppe in die Synagoge zur Ausstellung, die zweite Gruppe blieb in der Schule und sah einen Film über Anne Frank.

Anschließend konnten die Schüler/innen wählen:

Im Computerraum standen den Schülern/innen 16 Rechner zur Verfügung, mit denen sie auf einer CD das Anne Frank Haus in Amsterdam virtuell erkunden konnten oder im Internet entsprechende Adressen wie www.Shoa.de  besuchten. Andere wählten den Kreativraum, in dem die Organisatoren Angebote zum Schreiben, Gestalten und Lesen vorbereitet hatten. So entstand ein Tagebuch, in dem viele Schüler/innen ihre Eindrücke und Meinungen zur Veranstaltung niederschrieben.

   

In der Leseecke lagen diverse Hefte und Bücher in Deutsch und Niederländisch für die Schüler/innen bereit. Der Andrang hielt sich jedoch in Grenzen.

 

    

Einige Mutige wagten sich an Pinsel und Farben, an Schere und Papier und ließen ihren kreativen Gedanken freien Lauf. Leider war manchmal die Zeit zu kurz.

Diskussion, im Hintergrund Zettelchen mit Meinungsäußerungen

Gegen 11.30 Uhr traf man sich im Collegraum und diskutierte über den Vormittag, über die Ausstellung, den Film und ... na ja über "Die Deutschen" und "Die Niederländer". So manchem wurde klar, dass Niederländer und Deutsche doch ganz bestimmte Bilder und Meinungen voneinander haben. Dem Engagement und der Methodenvielfalt der Guides ist es zu verdanken, dass da das eine oder andere Vorurteil abgebaut werden konnte.

Na, und was ist so eine Begegnung mit unseren Nachbarn, ohne dass man darüber seine Meinung auf einen Zettelchen kundtut. Die Wand im Collegraum wurde im Laufe der vier Wochen immer voller und so manches Mädchen und so mancher Junge musste von der Lehrerin oder vom Lehrer aufgefordert werden, doch "nun endlich" zu kommen, da der Bus schon wartete, so interessant und vielfältig, aber auch so nachdenklich und traurig waren die Äußerungen.

     

28.11.03, Abschlussveranstaltung im Mariengymnasium

Unsere niederländischen Guides

Schülerinnen der Hohe-Giethorst-Schule

Ein letzter Höhepunkt des Rahmenprogramms zur Ausstellung war die Abschlussfeier im Mariengymnasium mit einem stillen Friedensmarsch zur Gedenktafel an die Pogromnacht am 9.11.1938 am Standort der ehemaligen Synagoge in Bocholt.

     

Aber das Anne Frank Projekt war damit noch nicht beendet. Am 26.1.04 fand in der Albert- Schweitzer Realschule eine Lesereise "Sie waren jung wie wir..." statt, die die Bocholter Lernwerkstatt initiierte und organisierte.

Siehe Seite "Sie waren jung wie wir" - eine abendliche Lesereise

 
 
         
 

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