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| Bocholter Lernwerkstatt Sek. 1 | ||||||||||||||||||||||||
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Klassenprojekt
Herr Becks, Herr Becks, die bringen uns um..." "Herr Becks, Herr Becks, die bringen uns um..."
Die Shoa mit 6 Millionen ermordeten Juden in menschenunwürdigen Todeslagern ist eine geschichtliche Tatsache, die der Behandlung im Unterricht bedarf. Den Opfern einen Namen zu geben, einzelne Menschen aufzuspüren, ihr Leid nachzufühlen, sogar in der eigenen Stadt, aber dennoch nicht das ganze grausige Szenario aufzuzeigen, ist sehr viel besser nachvollziehbar und berührt jedes Kind. Der Text:
Josef
Niebur, der die Geschichte der
Bocholter Juden systematisch und umfangreich
erforscht und dargestellt hat, ist der Autor
des Textes „Herr Becks, Herr Becks,
die bringen und um...“ , der das
Schicksal der jüdischen Familie Landau
nachempfindet. Am 26.1.2006 besuchte die Klasse 7b/8b der Hohe- Giethorst -Schule die Bocholter Lernwerkstatt und arbeitete intensiv an den Lernangeboten der Werkstatt "Herr Becks, Herr Becks, die bringen uns um...".
In der Abschlussbesprechung erzählte Josef Niebur sehr eindrucksvoll von anderen Bocholter Juden, die ebenfalls in Riga mit Familie Landau umgebracht wurden.
Am
nächsten Tag, am 27.1., dem Gedenktag
an die Befreiung Auschwitz, gingen die
Schülerinnen und Schüler mit Josef Niebur,
der Klassenlehrerin und Jochen Methling von
der Stadt Bocholt zur neu gestalteten Gedenkstätte
am Ort der alten Synagoge in Bocholt.
Der Blick in die Zeitung belohnte den Fleiß der Schüler/innen. Herzlichen Dank an das Bocholter Volksblatt, insbesondere an Frau Witteler, die den Bericht schrieb. Unser Projekt war noch nicht zu Ende. Nun wollten wir Herrn Niebur noch einen Brief schreiben , nicht einen zusammen, nein jeder/jede Schüler/in einen. Das war gar nicht so einfach. Was sollten wir schreiben? Nach zwei Unterrichtstunden Stoffsammlung gingen wir ans Werk.
Hier der Brief von Katrin Gierkink (Klasse 7, 13 Jahre)
Lieber Herr Niebur ich
finde es gut, dass Sie diese Geschichte über
Familie Landau geschrieben haben. Dadurch
haben wir jetzt erfahren, wie schlecht die
Juden behandelt wurden, nur weil sie einen
anderen Glauben hatten. Ich
fand es schrecklich, als der kleine Leo und seine
Mutter Cilli einfach so erschossen wurden. Und dass
fast alle Juden in sogenannte Judenhäuser ziehen
mussten. Sie wurden wie Dreck behandelt. In Riga
mussten sie mit wenig Kleidung in der Kälte draußen
stehen. Das wollte ich zuerst gar nicht glauben, als
ich das las, es war so schrecklich. Sabrina Beckmann (Klasse 8, 15 Jahre)
Sehr geehrter Herr Niebur, ich
heiße Patrick und gehe in die Klasse 7/8b der
Hohe-Giethorst-Schule. Ihr Patrick (Klasse 8, 14 Jahre)
Auf den Spuren von Familie Landau:
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© Bocholter Lernwerkstatt Sek. 1 - Edeltraut Messing |
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