| |
Schulprojekt "Zeichne, was du siehst"
Hohe-Giethorst-Schule, Bocholt,
Stammgruppe 7b/8b
Vier Wochen vor Weihnachten begannen wir
damit, das Buch "Kinder in Theresienstadt" von Kathy Kacer zu
Hause zu lesen.
 |
Buchinhalt:
Theresienstadt 1943: Die 13-jährige Jüdin
Clara und ihre Familie muss im Getto leben. Als die Kinderoper
Brundibar anlässlich der Rot-Kreuz-Inspektion aufgeführt werden
soll, erhält Clara eine Hauptrolle. Wochenlang üben die 13-jährige
Clara und ihre Freunde im Getto die Oper "Brundibar" ein. So
lässt sich der angsterfüllte, entbehrungsreiche Lageralltag besser
überstehen. Eines Tages merken die Kinder allerdings, dass ihre Aufführung
missbraucht werden soll: Die Lagerleitung will einer Delegation des
Roten Kreuzes mit den "glücklichen" Kindern eine heile Welt
vorgaukeln. Da planen diese das üble Spiel zu durchkreuzen und
hoffen, der Außenwelt ein Zeichen geben zu können. Vergebens. |
Unsere täglichen Lesezeiten
mussten wir in eine Lesetabelle eintragen um zu gewährleisten, dass
auch wirklich jede/r das Buch liest. Begleitend dazu erfuhren wir im
Geschichteunterricht viel über den zweiten Weltkrieg und über die
Judenverfolgung.
 |
 |
 |
 |
| Nachdem wir das Buch gelesen
und in zwei Unterrichtsstunden inhaltlich besprochen hatten,
überlegten wir, wie wir unser Leseprojekt in der Ausstellung
"Zeichne, was du siehst" präsentieren könnten. Wir teilten
unsere gesammelten Themen zum Buch in der Klasse auf. Jeder durfte ein
Thema wählen und sollte das Ergebnis auf eine große DIN A3-Seite
gestalten. Anschließend wollten wir diese Seiten zu einem großen
"Buch zum Buch" zusammenfassen und in der Ausstellung zum
Durchblättern auslegen. |
|
|
 |
 |
 |
Das Ergebnis konnte
sich sehen lassen. So mancher Besucher blätterte darin und las unsere
Aufsätze zur Hauptperson Clara, zu Peter, Ihrem Bruder, zur
Kinderoper "Brundibar" usw. |
|
 |
|
Zur Ausstellungseröffnung
mussten wir dann unser Projekt öffentlich vorstellen. Das war
ziemlich aufregend, aber wir hatten uns gut vorbereitet.
Jede/r las einen oder zwei
Sätze vor, das klappte gut. Wir merkten, dass es ganz still wurde im
Raum.
"... Wir können
diese Zeit nicht rückgängig machen, wir können das unermessliche
Leid der Juden auch nicht wieder gut machen, aber eines können wir
tun: Wir können uns an die vielen ermordeten jüdischen Bürger,
besonders an die vielen Kinder erinnern und diese Erinnerung wach
halten, damit so etwas nie wieder er passiert." |
 |

Der Höhepunkte unseres
Projektes war aber der 21. Januar2010, als uns Helga Weissová- Hošková in
der Klasse besuchte, um uns von ihrer Zeit in Theresienstadt zu erzählen.
 |
Als sie uns ihren Judenstern zeigte, den sie selbst
mal tragen musste, wurden wir noch stiller. Man kann sich kaum
vorstellen, dass das alles in Deutschland passiert ist. Uns wurde
klar, wie wichtig Zeitzeugen sind und was Frau Weissova auf sich
genommen hat, um uns davon zu überzeugen, dass das alles so
war. |
Nach dem Vortrag waren
wir ziemlich sprachlos und wir wollten die Eindrücke und Gefühle erst
einmal mit nach Hause nehmen.
Erst in der nächsten
Deutschstunde konnten wir über den Vortrag und Frau Weissova sprechen. Wir
stellen viele Fragen und beschlossen, unsere Eindrücke und Fragen
schriftlich in Form eines Briefes festzuhalten.
 |
 |
 |
 |
| Unser Buch mit 25 Briefen
schickten wir Frau Weissova als Dank für den unvergesslichen Vortrag
und die Tage mit ihr bei und in Bocholt. |

Herzlichen Dank!
|
|