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      Projekt: Papa Weidt

Papa Weidt - Er bot den Nazis die Stirn


Auf Initiative der Gesellschaft für Christl.– Jüdische Zusammenarbeit Westmünsterland e. V. zeigten wir in der Zeit vom

2. November – 26. November 2004

die Ausstellung Papa Weidt- Er bot den Nazis die Stirn in der Stadtbibliothek, Hindenburgstr.5, in Bocholt.

In Zusammenarbeit mit der Bocholter Lernwerkstatt Sek. I entstand dazu ein schulformübergreifendes Rahmenprogramm, an dem sich das Euregio - Gymnasium, die Albert - Schweitzer - Realschule und die Hohe - Giethorst - Schule mit insgesamt 10 Klassen beteiligten.


 

Inge Deutschkron erzählt in diesem Bilderbuch ihre Geschichte und die von „Papa Weidt“. Er war ein Gegner der Nazis und half verfolgten jüdischen Menschen.

Otto Weidt hat in der Zeit von 1940 bis 1944 mit großem Einsatz einigen Juden das Leben gerettet. mehr

  

Der Künstler Lukas Ruegenberg,Schüler des expressionistischen Malers Karl Schmidt-Rottluff ,  ist Ordensbruder der Benediktinerabtei Maria Laach. Er gestaltete die Bilder zum Buch.


Das Bilderbuch "Papa Weidt" ist für junge Menschen geschrieben und eröffnen ihnen den Zugang zum Thema der Verfolgung und Ermordung der Juden im Nationalsozialismus. Die 30 ausgestellten farbigen Gemälden und Zeichnungen illustrieren auf ungewöhnliche Weise persönliche jüdische Schicksale. Text und Bilder gehören zusammen, so dass Geschichten jeweils auch durch Zeichnungen erzählt werden.

 


Hier einige Eindrücke unserer Eröffnungsveranstaltung am 2. November 2004

     

 


Rahmenprogramm


Innerhalb des Rahmenprogramms hatten wir am  16. November 2004 

Helmut Noach

ein Zeitzeuge aus Gendringen (Niederlande), zu dem Vortrag "Die Last der Erinnerung" eingeladen.

Lange konnte er über sein Leben und das erlebte Leid nicht sprechen. Erst als er pensioniert wurde und er die Erinnerung nicht mehr durch seine Arbeit verdrängen konnte und ihn starke Alpträume quälten, begann er sich intensiv mit seiner Lebensgeschichte und den Beschädigungen auseinandersetzen. In Schulen jungen Menschen zu begegnen, die Anteil nehmen an seiner Familiengeschichte, die so ermutigt werden, sich für die Einhaltung der Menschenwürde zu engagieren, ist ihm zur Lebenaufgabe geworden.
Sein Vortrag war sehr eindrucksvoll. Die Schülerinnen und Schüler hatten viele Fragen.

   


Am 17.November 2004 führten 

B. Mehrmann u. R. Passmann- Lange, Köln 

mit der Klasse 7b des Euregio - Gymnasiums die 

Kreativwerkstatt "Nicht Chicago- Nicht hier" 

zum Jugendroman gegen Rassismus und Ausgrenzung von K. Boie durch. 

Wie man den Bildern entnehmen kann, hatten die Kinder viel Freude. Ein interessanter und aufregender Nachmittag ging viel zu schnell vorbei.

   

     


Ein weiteres Highlight bildete der Workshop 

"Mit Eisen und Draht gegen das Vergessen" 

am 19. November und 22.November 2004 

mit Siegfried Siedlaczek, einem freischaffenden Künstler aus Rhede.

Er lud die Klasse 7b der Gudulaschule zu sich auf seinen Bauerhof ein. Dort schuf er mit den Schülerinnen und Schülern eine sehreindrucksvolle Plastik aus Blech und Eisen. Mit Stolz präsentierten sie diese in der Vorhalle der Stadtbibliothek. Sogar das Fernsehen interessierte sich und sendete einen Bericht innerhalb der Aktuellen Stunde im WDR.

 

 

 

 

 

 


Den Abschluss des Papa - Weidt - Projektes 

bildete der Besuch der Autorin Inge Deutschkron mit dem Maler Lukas Ruegenberg.

In der Veranstaltung "Diese Bilder werde ich nie wieder los"  

am 23.11.2004 

las Inge Deutschkron aus ihren Büchern vor.


Die Schülerinnen und Schüler konnten nach der Lesung Fragen stellen. Es kam zu einem sehr lebhaften Gespräch, in dem auch Bruder Ruegenberg aus seinem Leben erzählte.

  

Die Moderation des Abend übernahm Dr. Werner Loock, Geschäftsführer der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, ohne den dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre, da er uns finanzielle unterstützte und auch sonst mit Rat und Tat zur Seite stand. An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank!

 


Am nächsten Morgen, dem 24. November 2004,ging es 

im Euregio-Gymnasium weiter mit der

 Podiumsdiskussion "Nie wieder...!?".


Vor etwa 200 Schülerinnen und Schülern der Oberstufe diskutierten der Bürgermeister Peter Nebelo mit Vertretern der Stadt Bocholt und ausländischen Mitbürgern.
Maria Schulte- Terhorst, Lehrerin am Euregio-Gymasium moderierte die Veranstaltung. Auch ihr an dieser Stelle für die Mithilfe am Projekt und das außergewöhnliche Engagement herzlichen Dank!

 


Als Andenken an dieses Projekt 

erhielten alle beteiligten Klassen drei Bücher von Inge Deutschkron, 

die von der Stadtsparkasse Bocholt gesponsert wurden 

und Anstecker "Papa Weidt - Wir bieten Nazis die Stirn".

 
 
     
         
 

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