Bocholter Lernwerkstatt Sek. 1  
     
 

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      Schülerworkshop:

Anlegen einer Fehlerkartei (5/6)

Die Rechtschreibleistungen unserer Schüler/innen sind sehr unterschiedlich. Der eine Schüler verlängert noch nicht das Wort, um den Endlaut herauszuhören, während sein Klassenkamerad die Groß- und Kleinschreibung nicht beherrscht, weil er die Wortarten immer noch nicht unterscheiden kann. Die Tischnachbarin hingegen freut sich auf jedes Diktat, weil sie sich recht sicher in der Rechtschreibung fühlt.

 

 

 

Hier bietet die Fehlerkartei eine gute Möglichkeit, Unterricht zu individualisieren und Schüler/innen zum eigenständigen und eigenverantwortlichen Lernen zu führen.

Zu dieser Lernkartei gehören ein kleiner Karteikasten, eine größere Anzahl von Karteikärtchen und mehreren Trennkarten, die den Kasten in verschiedene Fächer teilt.

In unserem Workshop basteln wir zunächst mit den Kindern einen kleinen Karteikasten, er wird beschriftet und gestaltet. Hinzu kommen die Kärtchen und zum Schluss werden die Trennblätter beschriftet.
Nun überlegen wir gemeinsam, wie wir die Fehlerwörter ermitteln und wie wir sie auf unsere Karteikarten notieren. „Fundgrube“ für unsere Fehlerwörter sind zuerst unsere Klassendiktate, aber auch die Schriftlichen Arbeiten, d.h. alle Aufsätze, selbstverständlich auch Hausaufgaben und Stillarbeiten im Unterricht, eigentlich alles Geschriebene eines/r Schülers/in.

Das Fehlerwort wird richtig auf die Karte geschrieben, die Fehlerstelle wird unterstrichen. Der/die Schüler/in überlegt, was er/sie falsch geschrieben hat und sucht sich nach der Art des Fehlers ein anderes Wort, das auch für diese Fehlerart steht. Ganz schwache Schüler schreiben das Fehlerwort richtig auf und kennzeichnen die Fehlerstelle. Schüler, die sehr viele Fehler machen, schreiben nur 10 Fehlerkärtchen, um nicht schon von vornherein demotiviert zu sein, weil sie „ja eh nicht fertig werden“.

Manchmal ist es zu Beginn der Arbeit als Lehrperson ratsam, die Fehlerkärtchen bei sehr schwachen Rechtschreibern selbst zu schreiben. Dann sind sie auf alle Fälle richtig und das Kind arbeitet freudigen, weil es nicht vor der großen Fehlerzahl steht und zumindest anfänglich eine Chance hat, mit den anderen Klassenkameraden mitzuhalten.
Im Fehlerkarteiheft werden die Fehlerwörter im weiteren Verlauf der Arbeit geübt. Ist ein Wort richtig geschrieben, rückt es in das zweite Fach.
Schreibt der/die Schüler/in das Wort beim nächsten Mal wieder richtig, darf er/sie es in das dritte Fach ablegen.

 

Ist wieder ein Fehler unterlaufen, kommt es zurück ins zweite Fach. Ein Fehlerwortkärtchen kann „entfernt“ werden, wenn der/die Schüler/in es viermal in verschiedenen Zeitabständen richtig geschrieben hat.
Die Kartei eignet sich auch hervorragend für das Lernen von Vokabeln im Fremdsprachenunterricht!

 Einladung zum Schülerworkshop zum Ausdrucken.

Bitte geben Sie das Schreiben vor dem Besuch in der Lernwerkstatt Ihren Schülerinnen und Schülern mit nach Hause. Alle wichtigen Informationen sind enthalten. Sie müssen das Schreiben nur noch kopieren!

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Materialien zur Rechtschreibkartei:

Zur Arbeit mit der Rechtschreibkartei haben wir inzwischen viele Zusatzmaterialien gesammelt und selbst entwickelt.

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